Forschung

Meine wissenschaftlichen Arbeiten bewegen sich im Schnittfeld von Moralpsychologie, Positiver Psychologie, Persönlichkeitspsychologie, psychologischer Diagnostik sowie Arbeits- und Gesundheitspsychologie.

Dr. Rico Pohling

Zu meinen zentralenForschungsinteressen gehören positive moralische und selbsttranszendente Emotionen, ethische Kompetenz und Persönlichkeit, Eignungsdiagnostik sowie das Thema Arbeit und Gesundheit. Aktuell arbeite ich an einer Habilitation zum Thema Trait Appreciation of Beauty and Self-transcendent Emotions.

Ausgewählte Publikationen

Positive moralische und selbsttranszendente Emotionen

Pohling, R., & Diessner, R. (2016). Moral elevation and moral beauty: A review of the empirical literature. Review of General Psychology, 20(4), 412–425.

Diese Arbeit bündelt die empirische Forschung zur Emotion der moralischen Erbauung (moral elevation) und dem Empfinden moralischer Schönheit (moral beauty) und markiert einen Kernbereich meines Forschungsprofils: positive moralische Emotionen, selbsttranszendente Erfahrungen und deren Bedeutung für moralische Motivation, Identität und Entwicklung. Mit dieser Arbeit habe ich international die erste maßgebliche Überblicksarbeit zu diesem noch jungen Forschungsfeld vorgelegt.

Moralpsychologie, Persönlichkeit und Diagnostik ethischer Kompetenz

Pohling, R., & Strobel, A. (2025). Diagnostik und Förderung ethischer Kompetenz in Organisationen. In: CSR und Wirtschaftspsychologie (2. Auflage). Springer.

Diese Arbeit steht exemplarisch für mein Interesse an psychologischer Diagnostik in Organisationen, an der Erfassung individueller Kompetenzen und an der Frage, wie diagnostische Verfahren in verantwortungsvoller Personalauswahl und Entwicklung eingesetzt werden können.

Pohling, R., Bzdok, D., Eigenstetter, M., Stumpf, S., & Strobel, A. (2016). What is ethical competence? The role of empathy, personal values, and the Five Factor Model of Personality in ethical decision-making. Journal of Business Ethics, 137(3), 449–474.

Diese Arbeit steht exemplarisch für mein Interesse an moralpsychologischen Grundlagenfragen, Persönlichkeitsmerkmalen und der psychologischen Fundierung ethischen Entscheidens und Handelns.

Arbeit und Gesundheit

Pohling, R., Buruck, G., Jungbauer, K.-L., & Leiter, M. P. (2016). Work-related factors of presenteeism: The mediating role of mental and physical health. Journal of Occupational Health Psychology, 21(2), 220–234.

Diese Publikation steht exemplarisch für mein Interesse an Zusammenhängen zwischen Arbeitsbedingungen, psychischer und körperlicher Gesundheit sowie gesundheitsrelevantem Verhalten im Arbeitskontext.

Akademischer Werdegang

Ich habe Psychologie an der Technischen Universität Dresden studiert, mit Vertiefungen in Arbeits- und Organisationspsychologie sowie Klinischer Psychologie. Es folgten wissenschaftliche Tätigkeiten an der TU Dresden und der TU Chemnitz, eine Promotion zum Dr. rer. nat. zum Thema moralische Sensitivität sowie Lehrveranstaltungen und Betreuung wissenschaftlicher Arbeiten. Forschungsphasen wurden unter anderem durch ein Stipendium des Freistaates Sachsen, einen kurzen DAAD-geförderten Aufenthalt in den USA und weitere Förderungen unterstützt. Darüber hinaus bin ich als Gutachter (Peer Review) für verschiedene internationale wissenschaftliche Fachzeitschriften tätig, darunter das Journal of Occupational Health Psychology, The Journal of Positive Psychology, German Journal of Human Resource Management, Journal of Moral Education, Journal of Business Ethics und Educational Research and Reviews.

Wissenschaftliche Profile und vollständige Publikationsliste

Weitere Informationen zu meinem wissenschaftlichen Profil und zu einzelnen Veröffentlichungen finden Sie auf:

Zusätzlich stelle ich eine vollständige Publikationsliste in englischer Sprache als PDF zur Verfügung: Publikationsliste (PDF)

Coaching im Wissenschaftskontext

Neben meiner wissenschaftlichen Tätigkeit und meinem Forschungsprofil biete ich auch Beratung und Coaching im akademischen Kontext an. Das richtet sich insbesondere an Doktoranden, Habilitanden und Professoren, die bei Schreibblockaden, Arbeitsstörungen, Überforderung, Selbstzweifeln, Entscheidungskonflikten oder belastenden Abschlussphasen Unterstützung suchen.

Meine Perspektive verbindet eigene Erfahrung im Wissenschaftssystem mit psychotherapeutischer und diagnostischer Kompetenz. Gerade im akademischen Umfeld, das häufig von hohem Leistungsdruck, Unsicherheit und Konkurrenz geprägt ist, kann dies eine hilfreiche Verbindung sein.